Yogaformen

Hatha-Yoga:

Dieser „klassische Stil“ eignet sich besonders für Anfänger. Hier werden die Grundhaltungen und spezielle Atemtechniken gelehrt. Durch die Konzentration fördert man den Einklang zwischen Körper und Geist. Schon nach kurzer Zeit spiegelt der Nutzen sich in mehr innerer Ruhe wider und man wirkt dem Alltagsstress entgegen.

Vinyasa-Yoga:

Diese Stilrichtung ist eine sehr alte Übungsvariante, die aufgrund ihrer spezifischen Merkmale hervorragend für die Menschen unserer Zeit geeignet ist. Diese Form erzeugt durch die Verbindung von speziellen Atemübungen und Bewegungsfluss ein sehr hohes Energieniveau. Dieses Niveau verstärkt - durch das zentrale Element der Atmung - die Wirkung auf körperlicher sowie geistiger Ebene und stärkt somit die Lebensenergie.

Ashtanga-Yoga:

Dieser sehr anspruchsvolle Yoga-Stil besteht aus sechs einzelnen festen Bewegungsserien in jeweils einer definierten Reihenfolge bei dem Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gleichermaßen trainiert werden. Bei dieser sehr dynamischen Yoga-Form, führen die Kombination aus Atmung und Körperhaltung zu einer tiefen Meditation.

Bikram-Yoga:

Dieser Stil wurde von Bikram Choudhury in Indien begründet und besteht aus 26 Hatha-Übungen, die in einem 38°C heißen Trainingsraum absolviert werden. Die erhöhte Temperatur dehnt die Muskulatur und man erreicht eine hohe Dehnfähigkeit.

Iyengar-Yoga:

Diese Form eignet sich besonders für Fortgeschrittene. Es ist eine sehr kraftvolle und körperorientierte Form des Hatha-Yoga, wobei der Fokus auf die detaillierte und korrekte Ausübung der Bewegung bzw. der Haltung liegt. Durch langes Halten der jeweiligen Übung, wird die Kraft, Ausdauer und Dehnfähigkeit gefördert. Zur Unterstützung der Übung wird hier oft auf Hilfsmittel wie Decken oder Gurte zurückgegriffen. Das verbessert die Technik und fördert das Körperbewusstsein.

Yin Yoga:

Dies ist ein sehr ruhiger Yogastil, bei dem Asanas sehr lange gehalten werden, von 2-3 Minuten bis zu 20 Minuten für Fortgeschrittene. Die meisten Asanas sind liegende oder sitzende Positionen. Hilfsmittel wie Blöcke, Sitzkissen, Decken, Gurte können helfen um sich während der langen Haltedauer entspannen zu können. Im Gegensatz zu den eher Yang orientierten Yogastilen wie Jivamukti-, Anusara- oder Vinyasa-Yoga, die sich mit der Dehnung der Muskulatur beschäftigen, zielt Yin Yoga auf das Bindegewebe, die Knochen und die Gelenke ab bei entspannter Muskulatur.

Power-Yoga:

Dies ist die amerikanische Variante des Asthanga-Yoga. Der sportmedizinische Einfluss kombiniert mit Hatha-Yoga ergibt diese sehr dynamische Yoga-Form. Hierbei handelt es sich um ein Workout ähnliches Trainingsprogramm mit Yoga-Elementen, welches sich überwiegend auf das körperliche Training konzentriert. Der spirituelle Faktor sowie die Meditation bleiben unberücksichtigt. Oftmals wird auch Vinyasa-Yoga als Power-Yoga bezeichnet, da es als Begriff greifbarer und im Praktizieren sehr ähnlich ist.

Kundalini-Yoga:

Hierbei handelt es sich um ein Yoga-System aus Nordindien. Es lehrt neben Körper- und Meditationsübungen auch Heiltechniken. Es ist quasi eine Ernährungs- und Lebensführungslehre und ist mit Energie gleichzusetzen, ähnlich dem asiatischen Chi. Der Körper wird durch sanfte und fließende Bewegungen und Atemtechniken mit Geist und Seele in Einklang gebracht, sodass es die eigene innere Energie spürbar werden lässt.

AntiGravity®-Yoga:

Die Kombination aus den Elementen Yoga, Pilates, Gymnastik und Tanz macht AntiGravity® Yoga zu einem völlig neuen und individuellen Trainings- und Yoga-Stil. Zum Trainieren dient ein trapezförmiges Tuch an dem man zahlreiche Übungen im Stehen, Sitzen oder in der Luft durchführt. Somit kann man nicht nur die Seele baumeln lassen und dem Alltag entfliehen, sondern spielerisch Verspannungen im Rücken lockern, Verkrampfungen im Nackenbereich lösen, die Wirbelsäule dekomprimieren und die Muskulatur am ganzen Körper stärken.

Sivananda Yoga:

Ein integrales Yoga. Richtige Körperübung (Asana), richtige Atemung (Pranayama), richtige Entspannung, gesunde Ernährung und positives Denken & Meditation kennzeichnen Sivananda Yoga.
Begründer: Vishnudevananda (er benannte die Yogarichtung nach seinem Lehrer Swami Sivananda). Nach Vishnudevananda ist es das Ziel dieser Richtung, den Menschen Yoga als Weg zu Gesundheit und innerem Frieden näher zu bringen und damit die Voraussetzungen für äußeren Frieden in der Welt zu schaffen sowie Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen und zu stärken.

Jivamukti Yoga:

Dieser Stil wurde von der Tänzerin Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 80er Jahren in New York entwickelt. Jivamukti heißt übersetzt so viel wie „die Befreiung der Seele“ und ist eine moderne Form des Hatha Yoga.
Ineinander fließende tänzerische Körperübungen wechseln mit Gesängen und spezieller Atemtechnik. Jivamukti-Yoga verbindet Körperhaltungen (Asanas), das Studium der yogischen Schriften, Hingabe, Gebet, Musik, Chanten (das gemeinsame Singen) und Meditation mit Umweltschutz, Tierrechtsschutz und sozialem Aktivismus und ist eine der am schnellsten wachsenden Yoga-Bewegungen. Die alte Kunst und Wissenschaft des Yoga werden auf verständliche und pragmatische Art in die heutige Zeit übersetzt. Ziel ist es, mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu entwickeln.

„Geh deinen Weg und lass die Leute reden!“

Dante Alighieri

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